Schleizer Dreieck
Die drei Trainingseinheiten am Freitag und auch die beiden Qualifyings am Samstag verliefen für Felix ähnlich wie die erste Rennhälfte - verhalten. Doch dann zeigte Felix Forstenhäusler im zweiten Teil des Rennens eine wahre Energieleistung. Die Erwartungen waren gedämpft, denn mit einer Muskelentzündung im rechten Oberarm war Felix an den Start gegangen. Für die Renndistanz auf der Berg und Tal Bahn von Schleiz nicht die besten Voraussetzungen. Doch der Grünkrauter strafte die Pessimisten lügend und zeigte in Hälfte zwei des Rennens eine tolle Leistung.
Nicht sehr verheißungsvoll begann das Rennen, denn in der ersten Kurve nach dem Start ließ sich Felix, auf den noch nassen Teil der Strecke, abdrängen und verlor mehrere Plätze. Dessen nicht genug fing der Grünkrauter eine Runde später gerade noch einen Highsider ab, was dem Vorwärtsdrang nochmals einen Dämpfer gab. In der siebenten Runde lag Felix auf Rang 15.
Ab Rund 8 fand Felix dann mehr und mehr seinen Rhythmus und ließ seinen Mitstreitern Marvin Fritz, Kevin Hanus, Lukas Wimmer, Ernst Dubbink und Maximilian Eckner nicht den Hauch einer Chance.
3 Runden vor Schluss hatte Felix sogar Kontakt zu den auf den Plätzen acht und neun liegenden Ecklmaier und Meile. Doch die Renndistanz von 20 Runden machte das Vorhaben dieser Aufholjagd zunichte.
Felix:
"Wenn ich ehrlich sein soll - Ich habe auf Regen gehofft. Nein nicht nur gehofft. Ich habe sogar den Regen herbeigesehnt, denn die Muskelentzündung machte mir schwer zu schaffen und so hätte ich weit weniger Kraft gebraucht wie bei trockener Strecke. Weniger Kraft heißt aber auch gleichzeitig weniger Schmerzen.
So war ich auch am Anfang sehr zaghaft ans Werk gegangen. Dies hat mich am nach gutem Start auch gleich mehrere Plätze gekostet, als ich mich habe abdrängen lassen. Ich wollte kein Risiko eingehen und zu Sturz kommen. Als ich eine Runde später den Highsider abgefangen habe war der Zug nach vorne schon abgefahren. Ohne Windschatten kannst du in Schleiz auf die Spitzengruppe nicht mehr aufschließen.
Irgendwie habe ich dann starke Rundenzeiten fahren können und habe mich aus der 5er Gruppe um Platz 10 davongeschlichen.
Zwei Runden mehr und es wäre noch was nach vorne gegangen. Egal, mit den Vorzeichen und den Schmerzen auf Platz 10 geht in Ordnung".
eni Motorrad Grand Prix Deutschland
Felix belegte als Wildcard Fahrer in der Klasse 125 ccm beim Heim Grand Prix am Sachsenring Rang 27.
Von Freitag ab verfolgten mehr als 220.000 Zuschauer den Grand Prix vor Ort Es sollte das bislang größte sportliche Erlebnis von Felix werden, denn er erhielt vom Dachverband des Deutschen Motorsportverbands DMSB eine Wildcard. Zugleich war dies die letzte Chance bei einem Heim Grandprix in dieser Klasse starten zu dürfen, da die letzte 2- Takt Klasse in der WM zum Ende dieser Saison durch eine neue 4-Takt Klasse (Moto3) ersetzt wird.
Felix reiste bereits am Mittwoch mit dem Schwaben Racing Team an den Sachsenring. Dokumentenabnahme und technische Abnahme des Motorrads sowie der Ausrüstung und der obligatorischen Streckenbesichtigung machen noch keinen großen Unterschied zwischen internationaler Meisterschaft und einem WM Lauf.
Spätestens als Felix jedoch einen Postfachschlüssel für seine persönlichen Nachrichten und Zeitenausdrucke von der Fahrerorganisation IRTA übergeben wurde war klar – ich bin wirklich bei der WM dabei.
Am Freitag beendete Felix die beiden Trainingseinheiten jeweils auf Rang 33.
„Ich habe mich erst einmal an die harte Fahrweise gewöhnen müssen. Da wird nicht lang gefackelt, wenn es ums überholen geht. Die kämpfen um jeden Millimeter auf der Strecke.“
Mit Platz 36 im dritten freien Training und Platz 35 im Qualifying am Samstag war Felix Forstenhäusler trotz Zeitenverbesserung nicht ganz zufrieden.
„An den Schlüsselstellen verliere ich zu viel Zeit und dies ist gerade hier am Sachsenring nicht mehr wett zu machen. Das Manko sind die langsameren Kurven zu den nachfolgenden bergauf Passagen. Hier kann ich den so wichtigen Schwung nicht mitnehmen.“
Schon beim Warm up am Sonntagmorgen sollte Felix einen Eindruck bekommen, was ihn und seine 35 anderen Mitstreitern in knapp 2 Stunden erwarten würde.
Zunehmend füllten sich die Tribünen. Bereits um 8:30 fanden sich mehr als 60.000 Zuschauer auf den Rängen ein. Zum Rennen hin waren es dann mehr als 110. 000.
Die Taktik war klar vorgegeben. Mit einem wie gewohnt guten Start sollte Felix Plätze gut machen und dann um Platz 25 bis 27 mitfahren.
Die erste Schrecksekund gab es jedoch ausgerechnet beim Start. Sechs Startreihen vor Felix Forstenhäusler blieb der Malaie Zulfahmi Khairuddin fast stehen und nur mit einer blitz Reaktion konnte der Grünkrauter eine Kollision verhindern. Aus der ersten Runde kam Forstenhäusler auf Position 30 liegend auf Start – Ziel zurück.
Im Verlauf des Rennens entpuppte sich der Franzose Alexis Massbou und der Italiener Alessandro Tonucci als härteste Konkurrenten um Platz 25 bis 27.
Die Renndistanz von 27 Runden sollte den Ausschlag geben. Ab Runde 20 fehlte Forstenhäusler einfach die Kraft um mit den Kontrahenten mithalten zu können. Felix Forstenhäusler überquerte auf Platz 27 den Zielstrich.
„ Ich bin ohne große Erwartungen an ein Ergebnis hier zum Grand Prix angereist. Es hat dennoch alles übertroffen was ich mir erträumt habe. Vor 110.000 Zuschauern einen Grand Prix fahren zu dürfen und dann noch im eigenen Land. Einfach genial. Ich bin mit meiner Leistung zufrieden, auch wenn die Überrundung in der vorletzten Runde etwas weh tut. In der IDM fahren wir eine deutlich kürzere Distanz. Es ging zu Rennende nicht mehr viel.
Mein Team hat tadellos gearbeitet und ich denke wir haben uns für den ersten WM Auftritt gut präsentiert. Unsere Vorgabe haben wir erfüllt.
Es ist schon unglaublich mit was die Jungs hier für eine Pace vorgeben. Dennoch konnte ich einiges lernen. Am beeindrucktesten ist die Fahrweise der Spitzenleute. So hart, so präzise und mit so viel Vertrauen zu fahren das ist Rennsport auf höchstem Niveau.
Ich möchte dem DMSB danken, der mir diese Wildcard zugeteilt hat. Ein großer Traum ging in Erfüllung. Dieses Wochenende werde ich nicht vergessen.
Salzburgring.
Es hätte schlimmer kommen können. Doch nach dem Verbremser in Runde 11 Ende Start-Ziel konnte Felix das Rennen wieder aufnehmen und fuhr auf Rang dreizehn über den Zielstrich.
Doch der Reihe nach.
Die Trainingseinheiten waren geprägt durch wechselnde Bedingungen. Von komplett nass über halbtrocken bis hin zu perfekten Bedingungen hatte der Salzburgring wieder einmal alles in petto.
Bei schwierigen Bedingungen im ersten Qualifying fuhr Felix auf Platz 9. Im zweiten Qualifying lag Felix lange auf der Poleposition, da er entgegen allen anderen Fahrern von Anfang an auf Slicks gesetzt hatte. 15 Minuten vor Ende der Session wurde das Training wegen eines Sturzes abgebrochen. Die Strecke trocknete während der Unterbrechung komplett ab und alle Fahrer hatte nun ohne Zeitdruck die Möglichkeit ebenfalls auf Slicks zu wechseln.
Felix:
"Ich hatte nach der Wiederaufnahme des Trainings eigentlich eine starke Gruppe mit Raemy, Grünwald, Finsterbusch & Co. erwischt. Doch anstatt die Gunst des Windschattens zu nutzen haben wir uns eher aufgehalten.
Schade da wäre dann mehr als der elfte Startplatz drin gewesen."
Im Rennen selbst zeigte Felix wieder einen seiner gefürchteten Starts.
Gleich auf Platz sieben nach vorne und mit Kontakt zur Spitzengruppe. Ab Runde vier kämpfte der Grünkrauter mit Schouten, Ecklmaier und
Fritz um die Plätze sechs bis neun.
In Runde elf hatte Felix zum späteren Sieger, Luca Amato, gerade einmal 4 Sekunden Abstand, als er sich Ende Start - Ziel nach einem Verbremser im Kiesbett wiederfand. Felix nahm das Rennen auf Platz fünfzehn wieder auf. In den verbleibenden 3 Runden verbesserte sich Felix noch um zwei Plätze und beendete das Rennen auf Rang 13.
Felix:
" Ich wollte unbedingt mit Marvin Fritz mitgehen. Im Nachhinein nicht sehr clever. Im Dreikampf mit Schouten und Ecklmaier war ich der Stärkere und hatte schon eine kleine Lücke zu den beiden gerissen. Platz 7 war eigentlich schon im Sack.
Sollte mir eine Lehre sein nicht alles auf einmal zu wollen.
Das Motorrad war extraklasse. Umso mehr tut es mir für mein Team Leid, dass ich nicht Platz sieben nach Hause gefahren habe."
Sachsenring.
Recht vielversprechend sahen die Trainingseinheiten am Samstag aus. Gegenüber dem Freitagstraining konnte sich Felix enorm steigern und Startplatz 11 ging vollauf in Ordnung. Mit dem gewohnt guten Start sollte es gleich ein paar Plätze nach vorne gehen.
Diese Rechnung ging am Sonntag nicht auf. Der Start war zwar in Ordnung und Felix war kurz auf Rang sieben vorgerückt, doch nach einem kleinen Fahrfehler in der bergauf Kurve an der Karthalle verlor Felix die gewonnenen Plätze auf einen Schlag.
Von da ab kämpfte Felix mit stumpfen Waffen und verlor Platz um Platz.
Vier Runden vor Schluss kämpfte Felix mit Kevin Hanus um die verbleibenden Punkte auf Rang 14. Ende Start - Ziel verbremste sich dann Felix im Zweikampf mit Hanus und musste gerade aus ins Kiesbett. Ohne Sturz aber mit beträchtlichem Rückstand zu den Punkterängen entschloss sich Felix das Rennen aufzugeben.
Felix:
" Am Sonntag ging nichts. Ich habe weder einen Rhythmus gefunden noch konnte ich gegen die Dominanz der Dunlop Fahrer angehen. Bereits nach wenigen Runden war ich chancenlos. Am Ende wollte ich wenigstens noch Platz 14 halten. Symptomatisch für den Rennsonntag ging auch dies in die Hose, oder besser gesagt ins Kiesbett. Danach hatte ich nicht den Hauch einer Chance wnigstens den letzten Punkt noch zu erreichen.
Dies trübt aber in keinster Weise meine Freude über den Erhalt der Wildcard.
Für den Grand Prix gibt es nur ein Motto - Freude haben und mit den Besten
der Welt den Heim Grand Prix fahren zu dürfen. Ich freue mich drauf.
Grünkraut.
Felix Forstenhäusler bekommt eine Wildcard für den Weltmeisterschaftslauf vom 15 - 17 Juli am Sachsenring.
Auf dem Weg zum IDM Lauf übermittelte sein Vater per Telefon die frohe Botschaft.
"
Es hat einige Minuten gedauert bis ich es überhaupt glauben konnte, daß mir eine der heiß begehrten Wildcards für den Heim Grand Prix zugeteilt wurde."
In den nächsten Tagen muss nun die Sonderlizenz für die Teilnahme an Weltmeisterschaftsläufen beantragt werden. Neben dieser administrativen Aufgabe steht dann noch die logistische Detailplanung an, da der WM Lauf einen weit höheren Einsatz an das Umfeld des Teams abfordert.
Einer der ganz großen Träume geht somit für Felix in Erfüllung, einmal mit den Großen der Zweiradszene ein Rennen bestreiten zu dürfen.
Nürburgring.
Felix zeigte beim dritten Rennen der diesjährigen Meisterschaft wieder eine starke Leistung und belegte verdient Rang 9.
Nach etwas verhaltenem Start im ersten Qualifying steigerte sich Felix im entscheidenden zweiten Training um fast eine Sekunde und verkürzte somit den Zeitrückstand zum Polesetter Luca Amato auf 1,4 Sekunden. Dies ließ auf den Rennsonntag hoffen, denn Felix hat bereits zweimal gezeigt, dass er nicht nur als exzellenter Starter gilt, sondern in den Rennen noch ordentlich zulegen kann.
Gesagt getan dachte sich Felix und bog bereits auf Position vier liegend in die erste Kurve ein. Der Grundstein für eine weitere Top Ten Platzierung war somit gelegt.
Die Spitzengruppe war dann doch noch etwas zu stark und Felix musste zu den ersten sechs abreißen lassen.
Michael Eckelmaier erwies sich dann als hartnäckiger Gegner beim Kampf um die Position sieben.
Die beiden KTM Piloten Grünwald und Cudic konnten dadurch aufschließen und aus einem Zweikampf wurde plötzlich ein Vierkampf.
Die vier machten ordentlich Dampf und nach gut 2/3 der Renndistanz hatte diese Gruppe gerade einmal 4 Sekunden Rückstand zum Pulk an der Spitze. Grünwald und Cudic retteten nach 21 Runden letztendlich die Winzigkeit von gerade einmal einer zehntel Sekunde vor Felix über den Zielstrich.
Mit einem erneuten Ergebnis unter den besten Zehn war Felix dennoch rundum zufrieden.
Felix:
„Unzufrieden war ich nur mit dem ersten Qualifying. Ich konnte die Zeiten vom Freitag einfach nicht fahren. Warum weiß ich nicht. Das zweite Training brachte zwar nur eine Verbesserung von einem Startplatz ein, aber die Zeiten stimmten mich für den Sonntag zuversichtlich.
Entscheidend für eine bessere Platzierung war wohl der Zweikampf mit Ecklmaier. Ich brauchte zu lange um ihn zu überholen. Grünwald und Cudic konnten somit aufschließen.
Wieder unter den besten Zehn und der Rückstand zur Spitze im Rennen wird kleiner.
Meine Techniker haben mir ein spitzen Paket zur Verfügung gestellt – Danke an die Truppe.
Mal sehen was wir in drei Wochen am Sachsenring reißen können“.
Oschersleben.
Nicht ganz nach den Erwartungen verlief der zweite Lauf zur Internationalen Deutschen Meisterschaft in der Motorsport Arena Oschersleben.
Bei fantastischen äußeren Bedingungen fand Felix das ganze Wochenende nie seinen Rhythmus und rettete sich am Ende gerade noch mit Platz 15 über den Zielstrich. Die magere Punkteausbeute war somit nur ein schwacher Trost, denn nach dem tollen Saisonauftaktauftakt war Felix mit großer Zuversicht in die Magdeburger Börde gereist.
Die Qualifyings am Samstag unterstrichen bereits, dass Felix auf der Strecke nicht wie erhofft in Schwung kam. Mit Startplatz 12 fehlten Felix bereits 1,5 Sekunden auf den neunt platzierten Michael Ecklmaier und auf Polesetter Toni Finsterbusch sogar 2,8 Sekunden.
Im Rennen selbst konnte Felix sich zwar steigern und lag nach 16 Runden unangefochten auf Platz 10. Mit dem Ausfall des bis dato führenden Toni Finsterbusch winkte sogar ein weiteres Ergebnis unter den besten Zehn.
Doch in Runde 17 hatte Felix plötzlich mit technischen Problemen zu kämpfen und fiel in nur einem Umlauf bis auf Rang 15 zurück.
Felix:
„Alles in allem ein unbefriedigendes Wochenende. Ich bin nie richtig ins Rollen gekommen. Selbst nach etlichen Änderungen am Set up ging es nicht richtig nach vorne.
Im Rennen lief es dann zwar zunächst besser als erwartet, doch in Runde 17 hatte ich plötzlich mit massiven Schaltproblemen zu kämpfen. Beim Zurückschalten hüpfte jedes Mal der Gang raus. Schade - sonst wäre ich auf Platz 9 über die Ziellinie gekommen."
Lausitzring.
Mit Platz 7 beim Saisonauftakt am Eurospeedway knüpfte Felix Forstenhäusler nahtlos an die Top 10 Platzierungen der letzten Saison an.
Bereits im Training zeigte Felix, dass er nun endgültig zu den besten Fahren der 125ccm Klasse in der Internationalen Deutschen Meisterschaft gehört. Die Ergebnisse der Qualifyings waren mit Platz 7 und 10 schon vielversprechend, da der Lausitzring nicht gerade zu den Lieblingsstrecken des 18-jährigen gehört.
Aus der dritten Reihe startend kam Felix an Position sechs aus der ersten Rund zurück und schob sich in den folgenden Runden sogar auf Platz fünf. Mit leichten technischen Problemen war Felix jedoch nicht in der Lage, die aufrückenden Ecklmaier und Schouten in Schach zu halten.
Der Dreikampf ging bis zur Ziellinie und mit knapp 1 Sekunde Rückstand zu Platz fünf, fuhr Felix nach 16 Runden als siebenter über die Ziellinie.
Felix:
„Ich bin sehr glücklich über dies Platzierung, da ich zum Einen die - Stop and Go - Strecke am Lausitzring nicht besonders mag und wir zum Anderen mit kleinen technischen Problemen zu kämpfen hatten. Platz fünf wäre machbar gewesen.
Mit 9 Punkten in die Saison zu starten ist ein guter Anfang auf den sich beruhigt aufbauen lässt, zumal wir in dieser Saison nur jeweils ein Rennen am Wochenende absolvieren.“
Grünkraut.
Es kann losgehen. Die Planung für die ersten Tests steht. Die Einschreibung für die IDM ist eingereicht. Somit ist auch klar, dass die erfolgreiche Konstellation Schwaben Racing Team und Seel Honda in der Saison 2011 bestehen bleibt.
„Ich freue mich nun auf die neue Saison. Wir mussten zunächst einige wichtige Entscheidungen treffen, die mir es ermöglichen mich nur auf das sportliche zu konzentrieren. Alles andere wird von meinem Team erledigt. Ende Februar wird mein Zivildienst zu Ende gehen und dann kann ich die Saison konzentriert angehen. Neben dem Rennsport werde ich dann auch meine berufliche Zukunft planen. Daher bin ich sehr erleichtert, dass mein Team mir alle Aufgaben rund um den Rennsport abnimmt.
Bis zum ersten Rennen sind es ja noch gut 2 Monate, genug Zeit also sich gut vorzubereiten und sauber in die Saison zu kommen. Mal schauen ob ich an die Leistung von Hockenheim anknüpfen kann.“
Friedrichshafen.
Das Schwaben Racing Team präsentierte sich auf der Messe Motorradwelt Bodensee
in Friedrichshafen.
Zweifelsohne kann die Messe im nur 20 Kilometer entfernten Friedrichshafen als Heimspiel für das Schwaben Racing Team bezeichnet werden. Diese Chance wollte das Team auch nutzen, um zum einen Interesse für den Rennsport in der Region zu wecken und zum anderen weitere lokal angesiedelte Sponsoren zu gewinnen.
Zentrum und „Eyecatcher“ des neu gestalteten Messestandes war sicherlich die von Jörg Seel aufgebaute 125ccm Maschine, welche auch in der Saison 2011 von Felix in der IDM eingesetzt wird.
Zu einer der großen Zugnummern der Messe hat sich im Laufe der Jahre die in separater Halle stattfindende Super Moto Show entwickelt.
Diese Möglichkeit nutzte Felix, um sich auf seiner Super Moto Maschine den Zuschauern in den zahlreichen Trainingsläufen an allen 3 Tagen zu präsentieren.
Grande Finale in Hockenheim.
Der Wechsel auf die Seel Honda zu Jahresmitte fand mit Platz 6 und somit dem besten Saisonergebnis beim letzten IDM Rennen einen fantastischen Abschluss.
Bereits in den Trainingseinheiten ließ Felix ein ums andere Mal sein Können aufblitzen.
Im entscheidenden Moment fehlte jedoch das Timing und mit Platz 12 im Qualifying
verfehlte Felix den angepeilten Startplatz aus Reihe zwei und den besten acht Fahrern.
Im Rennen stimmte jedoch das Timing. Mit einem Blitzstart katapultierte sich Felix an die Spitze des Feldes und kam als zweiter aus der ersten Runde.
Marvin Fritz und Patrick Meile fanden schnell ihren gewohnten Rhythmus und Felix konnte nicht folgen. Etwas schwieriger gestaltete sich die Aufholjagd für Philipp Öttl und Damien Raemy.
Erst in der siebenten Runde fanden die beiden den Anschluss und konnten Felix überholen.
Ab Runde 13 entwickelte sich dann ein packender Zweikampf zwischen dem zwischenzeitlich aufgerückten Holländer Bryan Schouten und Felix. Runde um Runde wechselten die beiden Kontrahenten mehrmals die Positionen. Erst in der letzten Runde musste sich Felix geschlagen geben und fuhr auf Rang 6 über die Ziellinie.
„Ich habe den sechsten Platz gewonnen und nicht den fünften Platz verloren“ hieß das knappe Statement eines überglücklichen Felix.
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